2024-01-31T11:42:54+0000

Nachhaltigkeit: Lackindustrie, Kfz-Versicherer und OEMs diskutieren einheitlichen Standard

Wird es noch in diesem Jahr einheitliche Nachhaltigkeitsstandards für den Unfallschadenmarkt geben? Fakt ist: Die Branche tritt dahingehend kräftig auf’s Gaspedal. [Während die Verbände ZDK, ZKF, BFL und BVdP am Dienstag in Berlin ihren Fahrplan vorstellten](https://schaden.news/de/article/link/43852/spitzenverbaende-bekraeftigen-unabhaengige-nachhaltigkeitsstandards-als-gemeinsames-ziel), treibt auch der Lackhersteller BASF die branchenweite Zusammenarbeit für einen einheitlichen Standard weiter voran. Wie der Unternehmensbereich Coatings am Dienstag (30.01.) mitteilte, treffen sich Anfang Februar zahlreiche Branchenvertreter beim TÜV Rheinland. Ziel sei es, sich auf einen gemeinsamen Ansatz für einen branchenweiten Nachhaltigkeitsstandard zu einigen und diesen künftig gemeinsam voranzutreiben. ## Schulterschluss der Autoreparaturbranche? Auf Nachfrage von schaden.news bestätigte Michael Gesell, Business Development Manager Digitalisierung & Nachhaltigkeit BASF Coating Reparaturlacke Region DACH+, dass an dem Treffen unter anderem Kfz-Versicherer, Schadensteuerer, Fahrzeughersteller, Zertifizierer, Datenerhebungsinstitute sowie Leasing- und Mietwagenunternehmen teilnehmen. Zudem sollen die Lackhersteller PPG, AkzoNobel, Axalta, Mipa und Kwasny ihr Kommen zugesichert haben. „Es ist uns wichtig, bei der anspruchsvollen Auswahl der Kriterien ein aussagekräftiges Gesamtbild zu erhalten, das vor allem für die Betriebe praktikabel ist. Diese klare Forderung kommt aus der Branche – und wir hoffen auf weitere interessierte Partner, die diese Aufgabe mitgestalten wollen“, betont Dr. Markus Piepenbrink, Global Sustainability bei BASF Coatings. ## Pilotphase in Deutschland bereits angelaufen Bereits seit letztem Jahr arbeitet BASF Coatings mit verschiedenen Branchenpartnern an Kriterien für einen branchenweiten Nachhaltigkeitsstandard. Die Kriterien, die im Rahmen dieser Initiative entwickelt wurden, umfassen quantitative und qualitative Aspekte aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales. Sie sollen dabei helfen, künftig das Nachhaltigkeitsniveau von Karosseriewerkstätten objektiv zu bewerten. Betrachtet werden dabei unter anderem Aspekte wie die Reduzierung von CO2-Emissionen, der effiziente und profitable Umgang mit Abfällen und Ressourcen sowie die Schaffung von wirtschaftlichem und sozialem Wert. „Nachdem wir in den vergangenen Monaten die Kriterien in gemeinsamen Dialogen mit branchenrelevanten Gruppen diskutiert und ausgearbeitet haben, freue ich mich, dass wir uns nun in der Testphase mit Pilotbetrieben aus Deutschland befinden. Hierbei werden die Kriterien auf ihre Relevanz und eine mögliche Umsetzung in Werkstattbetrieben überprüft“, erklärt Michael Gesell, Business Development Manager Digitalisierung & Nachhaltigkeit BASF Coating Reparaturlacke Region DACH+. Parallel dazu will der Lackhersteller die Nachhaltigkeitskriterien als Teil seiner digitalen Werkstattplattform "Body Shop BOOST" in den Pilotländern Schweiz und Österreich testen.
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