2026-08-19T09:18:02+0000

„Rekalibrierung sehr aufwendig“ – Warum Tesla bei Carglass einen Sonderstatus hat

Nach dem Austausch einer Frontscheibe gehört die Rekalibrierung der Fahrerassistenzsysteme heute zum Standard. Wie komplex dieser Prozess ausfällt, hängt jedoch stark vom Hersteller ab. Besonders Tesla stelle Autoglasbetriebe vor hohe Anforderungen, erklärt ADAS-Experte Kai Vollmer von Carglass. „Der Rekalibrierungsaufwand ist bei Tesla so komplex wie bei keiner anderen Marke.“ Während viele Fahrzeuge überwiegend statisch rekalibriert werden, benötigen beispielsweise Tesla Modelle zusätzlich eine rund 20-minütige Einmessfahrt. Hintergrund sind laut Kai Vollmer die kontinuierlichen Software-Updates des Herstellers. „Jedes größere Update verfolgt das Ziel, die Systeme auf das autonome Fahren weiterzuentwickeln.“ So könne die Fahrzeugsoftware zukünftig beispielsweise zwischen Radfahrern und E-Scootern unterscheiden. Für Servicezentren bedeutet das: Mit jedem Softwarestand können sich auch die Anforderungen an die Rekalibrierung verändern. Entsprechend wichtig sind aktuelle Herstellervorgaben und geschulte Mitarbeitende. ## Mit Schulungen und spezialisierten Standorten auf Tesla vorbereitet Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, hat Carglass eigene Strukturen für Arbeiten an Tesla-Fahrzeugen aufgebaut. Das Unternehmen setzt für Schulungen eigene Tesla-Fahrzeuge ein und bietet spezielle Trainings ausschließlich für diese Marke an. Treten im Werkstattalltag Fragen auf, können sich Mitarbeitende zudem an eine interne Support-Hotline wenden. Aktuell verfügt Carglass deutschlandweit über 42 Standorte, die auf Arbeiten an Tesla spezialisiert sind. Diese Zahl soll nach Angaben von Kai Vollmer schrittweise steigen. Hintergrund seien die zuletzt wieder gestiegenen Verkaufszahlen von Tesla und der damit wachsende Fahrzeugbestand. ## Vier-Augen-Prinzip als zusätzliche Kontrolle Den Abschluss jeder Rekalibrierung bildet eine zusätzliche Qualitätskontrolle. Das Kalibrierungsprotokoll wird bei Carglass durch die eigene Support Hotline geprüft und erst anschließend freigegeben. „Unser oberstes Ziel ist die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden“, betont Kai Vollmer abschließend.
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