2026-08-12T08:43:35+0000

WERBAS//KSR: Neue RMA-Version verbindet Karosserie, Lack und Mechanik „mit zwei oder drei Klicks“

In Betrieben mit Karosserie, Lack und Mechanik treffen unterschiedliche Planungslogiken aufeinander. Während Unfallreparaturen über mehrere Tage und anhand von Arbeitsplätzen, Mitarbeitenden und Reparaturschritten eingeplant werden, erhält eine Inspektion, Vermessung oder Kalibrierung in der Mechanik in der Regel einen festen Termin mit Uhrzeit und Dauer. Problematisch wird die unterschiedliche Planung vor allem dann, wenn Karosserie und Lack mit einem Mechanikschritt in einem Auftrag zusammenkommen. Muss nach der Reparatur beispielsweise noch eine Achsvermessung oder Inspektion durchgeführt werden, müssen beide Bereiche aufeinander abgestimmt werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt die Version 1.13 des Ressourcenmanagers (RMA) von WERBAS//KSR an. Die Software verbindet die Planung von Karosserie und Lack mit den konkreten Mechanikterminen, ohne die unterschiedlichen Abläufe der Abteilungen zu beeinflussen. ## Drei Bereiche, ein Auftrag Wie das im Werkstattalltag funktioniert, berichtet Klaus Menhofer, Geschäftsführer des Menhofer KFZ Reparaturzentrums in Pfronten im Südwesten von Bayern. Bisher mussten die Verantwortlichen bei solchen Aufträgen Termine und Aufgaben an mehreren Stellen prüfen und bei Änderungen manuell nachziehen. Mit dem RMA 1.13 wird der Mechaniktermin mit der laufenden Planung des Auftrags verknüpft. Die reservierte Zeit wird als Planzeit der Aufgabe übernommen und erscheint automatisch im RMA sowie im MobileWorker. So ist für Disposition und Werkstatt sichtbar, welche Arbeiten in Karosserie und Lack anstehen und wann die Mechanik eingeplant ist. Gerade bei Unfallschäden ist das relevant, weil sich Abläufe häufig verschieben. Ersatzteile treffen später ein, der Reparaturumfang ändert sich oder ein zusätzlicher Arbeitsschritt kommt hinzu. Verschiebt sich die Karosserie- und Lackierreparatur, muss auch die anschließende Mechanikleistung angepasst werden. „Was vorher an drei oder vier verschiedenen Stellen manuell nachgezogen werden musste, geht jetzt mit zwei oder drei Klicks“, so der Geschäftsführer. „Wenn das täglich vorkommt, ist das ein echter Unterschied im Werkstattalltag.“ Kalender, Mitarbeiterplantafel und Aufgabenliste sind miteinander verbunden. Die Zeitangaben werden durchgängig übernommen, sodass Termine und Aufgaben nicht mehrfach gepflegt werden müssen. Auch Urlaub und Fehlzeiten fließen in die Terminvergabe ein. Ist ein Mitarbeiter nicht verfügbar, wird er nicht für einen neuen Termin eingeplant. ## Mechanik arbeitet direkt aus der Aufgabenliste Auch für das Team in der Mechanik wird der Ablauf übersichtlicher. Bislang musste zunächst in einer Terminansicht geprüft werden, welche Arbeiten anstehen. Danach
folgte der Wechsel in die RMA-Aufgaben, um den Auftrag zu starten und die Arbeitszeit zu erfassen. Mit dem RMA 1.13 erscheinen terminierte Mechanikarbeiten direkt in der Aufgabenliste. Dort können die Mitarbeitenden die Aufgabe öffnen, bearbeiten und stempeln. „Wir mussten nur noch sagen: Ihr könnt euch den zusätzlichen Blick in die Termine sparen und arbeitet die Aufgaben der Reihe nach ab“, erklärt Klaus Menhofer. Das erleichtert auch die Einarbeitung neuer Mitarbeitender. Der frühere Unterschied zwischen einem Termin und der dazugehörigen Aufgabe muss nicht mehr ausführlich erklärt werden. ## Planung bleibt abteilungsspezifisch Dabei müssen Betriebe ihre bisherigen Planungsprozesse nicht umstellen. Im Menhofer KFZ Reparaturzentrum wurden Karosserie und Lack bereits gemeinsam geplant, während die Mechanik über einen eigenen Kalender lief. RMA verbindet nun die Informationen aus beiden Bereichen. Reine Karosserie- und Lackieraufträge werden weiterhin über Kapazitäten und längere Zeiträume gesteuert. Reine Mechanikaufträge behalten ihren festen Termin. Nur dort, wo ein Auftrag Karosserie, Lack und Mechanik miteinander verbindet, greifen die beiden Planungsarten ineinander. Beim Menhofer KFZ Reparaturzentrum arbeiten rund zehn Mitarbeitende direkt mit dem RMA 1.13. Einschließlich der Beschäftigten, die ihre Aufgaben über MobileWorker erhalten, sind nach Angaben des Betriebs rund 28 Personen in die neue Verbindung einbezogen. Damit richtet sich die Funktion vor allem an Betriebe, in denen Karosserie, Lack und Mechanik unter einem Dach zusammenarbeiten. Für Klaus Menhofer liegt der Nutzen vor allem in der Vereinfachung, wie er abschließend erklärt: „Die Mitarbeitenden müssen nicht jeden technischen Zusammenhang kennen. Sie müssen wissen, was als Nächstes zu tun ist.“