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2026-06-17T10:07:14+0000

SATA beschleunigt Automatisierung in K&L-Betrieben und stellt „jetstream“ vor

In Zeiten von Kostendruck und Fachkräftemangel führt mittelfristig auch in Karosserie- und Lackierwerkstätten kein Weg an Automatisierungslösungen vorbei. SATA hat nun die Weichen gestellt, um auch in diesem Bereich eine Führungsrolle zu übernehmen. So beteiligt sich das Unternehmen am chinesischen Start-up Curve Robot und gründete die SATA Automation GmbH. Darin finden sich laut SATA zwei Spezialisten zusammen: „Das chinesische Unternehmen CurveRobot mit ausgewiesener Expertise in Sachen Robotik, SATA mit mittlerweile über hundert Jahren Erfahrung in Düsentechnologie und Lackapplikation.“ In dieser Woche (15. Juni 2026) hat SATA nun das Ergebnis dieser Zusammenarbeit, den Lackierroboter „jetstream“, auf einer Pressekonferenz in Kornwestheim der Öffentlichkeit vorgestellt. ## Individuelle Reparatur durch integrierten Scanner Im zuvor aufgezeichneten schaden.news-Video erklärt David Rau, Betriebsleiter SATA Automation, wie der Roboter im Detail funktioniert: Die Anlage nutzt einen flexiblen Roboterarm an einer Deckenachse in der Kabine. Das Besondere: Ein integrierter Scanner erstellt präzise 3D-Modelle der Bauteile. Dadurch könne das System individuelle Schäden maßgeschneidert bearbeiten und ermögliche automatisiertes Lackieren. David Rau erachtet das Potenzial für Reparaturbetriebe enorm. Bis es auf den Markt kommt, stehe noch weitere Entwicklungsarbeit an. Bevor der jetstream final ausgerollt werde, fokussiere sich sein Team darauf, die Einsatzquote zu steigern und Schnittstellen zu optimieren. „Wir möchten, dass das System auch in die Werkstatt als solches effektiv integriert und effizient genutzt werden kann“, erklärt der Betriebsleiter im schaden.news-Interview. Karosserie- und Lackierbetriebe müssen sich David Rau zufolge jedoch noch etwas gedulden, bis der Lackierroboter in der breiten Fläche zum Einsatz kommt: Nach weiteren Praxistests und Pilotprojekten ist der offizielle Marktstart in Deutschland für das Jahr 2027 geplant. Ein Live-Einblick erhalten interessierte Betriebe auf der kommenden Automechanika (8. bis 12. September) am Stand von SATA Automation. ## „Werkzeug zur Umsatzsteigerung der Betriebe“ In der SATA Automation GmbH soll nun die Integration und Weiterentwicklung der Technologie gemeinsam mit dem Entwicklungsteam von CurveRobot vorangetrieben werden. Die neugegründete Organisation wird auch die Distribution übernehmen: Das exklusive Vertriebsrecht erstreckt sich über Europa und Nordamerika. Über die finanzielle Beteiligung an CurveRobot bereitet SATA den Weg für ein noch höheres Entwicklungstempo und Sicherheit für den langfristigen Einsatz der Systeme in den Betrieben. Mike Wolf, SATA Geschäftsführer, betont: „Zwei Dinge sind uns wichtig: Mit unseren Robotik-Lösungen wollen und können wir die Lackiererin beziehungsweise den Lackierer nicht ersetzen. Das menschliche Können ist nach wie vor unerlässlich. Bei der Steuerung der Anlagen und bei weiteren Arbeitsschritten, von der Farbtonfindung über das Anmischen bis zur Vor- und Nachbereitung.“ Vielmehr sehe er in der Lösung ein Werkzeug zur Umsatzsteigerung und Kostensenkung für K&L-Betriebe. Der „jetstream” könne heute bereits bis zu 35 Prozent der Lackieraufgaben in höchster Qualität übernehmen. „Während der Roboter lackiert, kann der Lackierer ein anderes Fahrzeug zeitgleich lackieren oder anderen produktiven Tätigkeiten nachgehen. Mit der gleichen Hardware wird der Anteil an Lackieraufgaben, die der Roboter übernehmen kann, kontinuierlich steigen“, erklärt Mike Wolf. Bereits heute rentiere sich die Investition für viele K&L-Betriebe in weniger als drei Jahren. „Wir legen weiterhin größten Wert auf den Schulterschluss mit unseren Partnern in der Lackindustrie und entwickeln gemeinsam spezifische Programme für deren Produktlinien. Der Vorteil: In jedem Betrieb, in dem ein „jetstream” im Einsatz ist, werden die gleichen, perfekten Lackierergebnisse und Kosteneinsparungen realisiert. Wie bei unseren handgeführten Lackierpistolen führt der Weg zu höchster Qualität nur über diese Zusammenarbeit“, betont Mike Wolf. In Kombination mit der SATA Automatikpistole und der jet X Düsentechnologie erreiche der „jetstream” eine besonders feine und homogene Zerstäubung. Das Spritzbild sei gleichmäßig, die Materialverteilung präzise und reproduzierbar. „Das bedeutet einen geringeren – und absolut planbaren – Lackverbrauch. Schichtdicken bleiben konstant. Gleichzeitig steige die Oberflächenqualität, was Nacharbeiten minimiert und die Kundenzufriedenheit erhöht. Damit erschließen sich den K&L-Betrieben deutliche Wettbewerbsvorteile“, heißt es von SATA. Das Unternehmen BOYA in Hannover, ein Lackierbetrieb der Aribos Gruppe, setzt den „jetstream” als Pilotprojekt bereits im Tagesgeschäft ein. [Am Standort nutzt der K&L-Betrieb die Linie 100 von BASF, für die der Lackhersteller mit SATA ein spezielles Programm für den „jetstream” entwickelt hat.](https://schaden.news/de/article/link/45064/start-pilotphase-jetstream-boya) Die Ergebnisse seien bislang durchweg positiv.
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