2026-07-29T10:16:47+0000

ClaimParts: Wie laufen die Geschäfte mit Gebrauchtteilen?

Der Weg nach Meppen ist weit. Hoch im Nordwesten der Republik ist einer der modernesten Autoverwerter zuhause, den es in Deutschland gibt. Beim Redaktionsbesuch Ende Juni dieses Jahres konnte schaden.news bei Kempers einen Blick hinter die Kulissen des modernen Autorecyclings werfen und beim Ortstermin ein Interview mit dem neuen Geschäftsführer von Claim Parts, Tobias Plester, führen. ## 65.000 gebrauchte OE-Teil im Lager Fast im Minutentakt rollen LKW mit Fahrzeugen auf den Hof im Emsland. Hier bei Kempers werden vor allem Totalschäden professionell zerlegt. Die Prozesse sind effizient und modern. Tag für Tag werden in Meppen Dutzende von Fahrzeugen verwertet – egal welches Modell, egal welche Marke. Im Hochregallager liegen über 65.000 gebrauchte OE-Teile, die gereinigt und sauber dokumentiert sind. Kempers achtet besonders auf die exakte Klassifizierung der „Used Parts“, sodass Betriebe später A-, B- und C-Ware bestellen können. ## „Die Relevanz von Gebrauchtteilen ist gestiegen“ Im exklusiven Video-Interview betont Tobias Plester, dass die Bedeutung von Gebrauchtteilen stetig wächst. Der neue Geschäftsführer der Plattform ClaimParts nennt zweistellige Wachstumsraten und verweist auf das Potenzial, das nicht zuletzt bei Kempers selbst zu sehen ist. Tobias Plester ist neben seiner Funktion bei Claim Parts auch Geschäftsführer der Sachverständigenorganisation Schaden-Schnell-Hilfe (SSH), die zudem Gesellschafter bei der Muttergesellschaft net.casion ist zu der ClaimParts gehört. In diesem Zusammenhang erklärt er im Interview mit schaden.news, dass die Relevanz von Gebrauchtteilen auch im Zusammenhang mit Gutachten von Kfz-Sachverständigen steigen wird. ## Viel Potenzial, wenn Kempers Standard in Deutschland wäre Keine Frage, beim Autorecycling in Meppen läuft alles wie am Schnürchen. Professionell, effizient und nachvollziehbar standardisiert – davon konnte sich schaden.news beim Redaktionsbesuch bei Kempers selbst überzeugen. Doch wächst die Bedeutung der Instandsetzung mit Gebrauchtteilen vor dem Hintergrund des Anstiegs der fiktiven Abrechnung und des immer älterwerdenden deutschen Fuhrparks noch weiter, wird es vor allem darauf ankommen, dass es in der Republik noch mehr Autoverwerter gibt, die nach Kempers Standard arbeiten. Ob das tatsächlich so ist, wird sich erst noch zeigen.
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