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2026-04-08T10:11:37+0000

EUROGARANT: Für Thorsten Fiedler beginnt nach 24 Jahren ein neues Kapitel

Dieser Moment markiert das Ende einer Ära: Der Rentenantrag ist gestellt, Thorsten Fiedler bereitet sich auf seinen neuen Lebensabschnitt vor. Nach über 24 Jahren im Dienst der Werkstätten blickt der Vorstandsvorsitzende der EUROGARANT AutoService AG auf eine Karriere zurück, die eng mit der Entwicklung des deutschen Schadenmarktes verknüpft ist. Der Übergang vom aktiven Vorstand zum Pensionär ist geprägt von Dankbarkeit und einer Prise Wehmut, das wird im exklusiven schaden.news-Abschiedsinterview schnell deutlich. Aber Thorsten Fiedler spricht auch von der Vorfreude auf ein Leben ohne den morgendlichen Wecker, der ohnehin selten gegen seine innere Uhr ankam. ## Erinnerung an Schadenmanagement in Kinderschuhen Wer heute die modernen Räumlichkeiten der EUROGARANT AutoService AG in Friedberg betritt, kann sich kaum vorstellen, unter welchen Bedingungen Thorsten Fiedler einst startete. Er beschreibt die Anfangstage im Abschiedsinterview fast wie eine Pionierfahrt durch eine noch unerschlossene Schadenlandschaft. Damals war Schadenmanagement noch echte Handarbeit: Man war Sachbearbeiter und Hotline in Personalunion, und das heutige System der digitalen Abwicklung steckte noch in den Kinderschuhen. Aus diesen bescheidenen Anfängen formte die EUROGARANT unter Federführung von Thorsten Fiedler ein Unternehmen mit über 130 Mitarbeitern, „das heute als wirtschaftliches Rückgrat und verlässlicher Partner für die Mitgliedsbetriebe des ZKF fungiert“, wie Thorsten Fiedler im Interview betont. ## Schutzschild für die Werkstätten Das Geheimnis des Erfolgs war für den scheidenden Vorstandsvorsitzenden stets die Symbiose aus dem politischen Verband ZKF und dem wirtschaftlichen Dienstleister. Die EUROGARANT sollte insbesondere ein Schutzschild für die Werkstätten sein. Dieses Credo wurde besonders auf die Probe gestellt, als ein großer Versicherer die Zusammenarbeit abrupt beendete. Trotz des massiven Volumenverlustes hielt Thorsten Fiedler an seiner Belegschaft fest – ein Zeugnis für seine tiefe Überzeugung, dass Loyalität im Handwerk keine Einbahnstraße ist. „Wir waren nicht käuflich“, betont er rückblickend. Krisen wurden unter seiner Führung nicht als Bremsschuh, sondern als Impuls zur Neuausrichtung genutzt, was den Weg in den Flotten- und Leasingmarkt ebnete. ## „Der Mensch bleibt das Maß der Dinge“ Auch wenn Thorsten Fiedler nun seinen Schreibtisch für die nächste Generation räumt, gibt er der Branche eine klare Botschaft mit auf den Weg: „In einer Welt von KI, Digitalisierung und bürokratischen Hürden bleibt das Vertrauen zwischen Menschen das höchste Gut.“ Er warnt vor hektischer Panik angesichts ständiger Marktveränderungen und plädiert stattdessen für Besonnenheit. Der Handschlag zähle für ihn noch immer mehr als das rein digitale Dossier. Während er sich nun ganz dem Schreiben seiner Offenbach-Krimis und dem Leben jenseits der Tagungsräume widmet, bleibt sein Vermächtnis ein Unternehmen, das gelernt hat, immer wieder aufzustehen. Die Branche verliert einen erfahrenen Strategen, aber der Schriftsteller Thorsten Fiedler beginnt nun sein ganz persönliches neues Kapitel.