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2026-03-25T10:53:39+0000

Funktioniert die Stickstofftechnologie mit jedem Lack?

Moderne Lackierverfahren müssen heute vor allem flexibel sein und zuverlässige Ergebnisse liefern. Beispiel: Lackieren mit der Stickstofftechnologie mit dem Gerät ION-7. Dass sich die Umstellung darauf für ganz unterschiedliche Werkstattstrukturen lohnen kann, zeigt ein Blick in die Branche. „Unsere ION-7-Geräte sind tatsächlich in einer Vielzahl von Lackierbetrieben im Einsatz, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Kleinstunternehmen über Werkstätten mit rund 25 Mitarbeitenden bis hin zu Betrieben mit mehreren Standorten“, erklärt Bastian Schnitzhofer, einer der Geschäftsführer vom Hersteller Kamatec. Und ebenso vielfältig wie die Unternehmensgröße ist auch der Einsatz des Lackmaterials in Verbindung mit der Kamatec Stickstofftechnologie: „Wir haben im Vorfeld viel getestet und auch in der Zusammenarbeit mit den Werkstätten die Erfahrung gesammelt: ION-7 funktioniert mit jedem Lack.“ Farbtongenauigkeit, Materialersparnis, Zeiteffizienz, Oberflächenbeschaffenheit: Zu diesen Faktoren hat auch die schaden.news-Redaktion mehrere K&L-Betriebe befragt. Knöpfle Design, der mit Glasurit Reihe 100 arbeitet, B&L-Carservice in Kombination mit PPG-Lack und die Werkstatt Identica Richter und Zeuner, in der das Team mit Spies Hecker Material arbeitet, standen der Redaktion in Interviews Rede und Antwort. Hier ihre Erfahrungen: ## 25 Prozent geringere Ablüftzeit Im Betrieb Knöpfle Design in Titisee-Neustadt ist das Gerät ION-7 seit rund drei Jahren im Einsatz. Die ersten beiden Jahre lackierte das Team rund um Inhaber Arno Knöpfle mit der Reihe 90 von Glasurit. Vor rund einem Jahr ist er auf die Reihe 100 umgestiegen. Mit beiden Lackreihen haben die Lackierer bei Knöpfle Design nach eigenen Angaben gute Erfahrungen gemacht: „Die Ablüftzeit für Wasserbasislack ist um ein Viertel gemindert worden. Wir sind somit schneller bei jedem Lackiervorgang.“ Zudem beobachte der Betriebsinhaber, dass sich pro Durchgang rund 15 Prozent Material einsparen lassen. Und das bei gleichbleibend hoher Lackierqualität: „Die Farbtöne passen und wir bemerken sogar, dass die Menge der Staubeinschlüsse deutlich geringer geworden ist“, meint Arno Knöpfle im schaden.news-Gespräch. Er fasst zusammen: „Die Arbeit mit dem ION-7 in Kombination mit der Glasurit Reihe 100 bringt uns mehr Effizienz und gleichzeitig eine höhere Prozesssicherheit.“ ## „Ich hab das Gerät schon Kollegen weiterempfohlen“ Vor drei Jahren hatte Eike Lauenstein, Inhaber von B&L-Carservice in Hilden, den ersten Kontakt zum Team von Kamatec, den Entwicklern des ION-7. „Bei den Würzburger Karosserie- und Schadenstagen ist mir das Gerät erstmals vorgestellt worden. Kurz darauf gab es eine Vorführung direkt in unserem Betrieb. Ich war danach so überzeugt vom ION-7, dass es gleich bei uns stehenbleiben durfte“, erinnert sich der Inhaber des Full-Service-Betriebs. Er weiß: „Der Druck in den Werkstätten nimmt zu. Jeder schaut, dass er effizienter unterwegs ist und Material einspart.“ Diese beiden Faktoren seien bei ihm definitiv gegeben, durch den Einsatz der Stickstofftechnologie mit ION-7. Das Gerät komme in Kombination mit Material von Lackhersteller PPG Nexa Autocolor zum Einsatz. „Das klappt wunderbar“, berichtet Eike Lauenstein gegenüber schaden.news. Auf mehreren Ebenen trage das Lackieren mit Stickstoff zu einer höheren Effizienz bei: „Wir beobachten eine erhebliche Materialersparnis, seit wir den ION-7 nutzen. Zudem benötigen wir weniger Zeit zum Lackieren, da weniger Vorwärme und auch weniger Ablüftzeit notwendig sind. Dazu kommt: Es gibt weniger Overspray, wodurch sich die Wartungs- und Reinigungsintervalle in der Kabine spürbar verlängert haben.“ Ob er ION-7 an andere Betriebe weiterempfehlen würde? „Das habe ich bereits getan. Erst kürzlich hat ein befreundeter Betriebsinhaber das Gerät in seiner Werkstatt ausprobiert – auch dort durfte es direkt stehenbleiben“, erzählt Eike Lauenstein abschließend. ## Mitarbeitende setzten sich für zweites Gerät ein Bereits seit mehreren Jahren nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Identica-Betriebs Richter und Zeuner die Stickstofftechnologie von Kamatec, in Kombination mit Lackmaterial von Spies Hecker. „Als wir 2023 eine neue Lackierkabine gebaut haben, kam unser Team gleich mit dem Vorschlag, dort ein zweites Gerät zum Lackieren mit Stickstoff zu integrieren“, erinnert sich Geschäftsführerin Manuela Pätz. Die Gründe, die für ihre Mitarbeitenden entscheidend für den ION-7 waren, sind vielfältig. „Zum einen besteht unser Kundenkreis zu rund 50 Prozent aus Schadensteuerern und Versicherern – da ist Effizienz gefragt“, berichtet Manuela Pätz. Zudem gebe es im Unternehmen bereits seit mehr als zehn Jahren ein Leistungslohnmodell, das ebenfalls zu mehr Effizienz bei der Arbeit motiviere. Und der Plan geht auf: „Der Lackierprozess wurde durch die ionisierte Wärme deutlich beschleunigt, bestätigt auch einer der Fahrzeuglackierer im Betrieb, Robert Möller. Zudem stellt er fest, dass sich die Oberflächenqualität spürbar verbessert hat, seitdem der ION-7 im Einsatz ist: „Wir haben weniger Staubeinschlüsse im Lack“, berichtet er im schaden.news-Gespräch. Die Farbtongenauigkeit sei mit ION-7 ebenso hoch wie vor dem Einsatz der Stickstofftechnologie. Zudem bemerkt der Fahrzeuglackierer weitere Effekte: „Durch einen geringeren Lackierdruck entsteht weniger Overspray in der Kabine. Das spart zwischen 10 und 20 Prozent an Lackmaterial und die Standzeit für die Kabinenfilter erhöht sich.“ Die Erfahrung aus der Praxis zeigt: Stickstofftechnologie lässt sich durchaus herstellerunabhängig in den Werkstattalltag integrieren. „Neben deutlichen Einsparungen bei Material und Zeit profitieren die Betriebe vor allem von einer höheren Prozesssicherheit und einer sauberen Oberflächenqualität“, fasst Kamatec Geschäftsführer Bastian Schnitzhofer abschließend zusammen.
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