2026-09-30T10:08:13+0000

DAT-Barometer: Gebrauchte E-Autos holen auf

Die Entwicklung auf dem deutschen Automarkt verschiebt sich weiter in Richtung Elektromobilität. In den ersten acht Monaten 2026 waren 26 Prozent der Neuzulassungen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Bei den Besitzumschreibungen lag ihr Anteil dagegen erst bei fünf Prozent während Benziner im Gebrauchtwagenmarkt auf 55 Prozent und Diesel auf 26 Prozent kam. Damit bleibt der klassische Verbrenner bei Gebrauchtwagen mit großem Abstand die wichtigste Antriebsart. Für den Gebrauchtwagenhandel zeichnet sich dennoch eine Veränderung ab. Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) steigen die Werte dreijähriger BEV aktuell leicht. Gleichzeitig gehen die Restwerte von Verbrennern etwas zurück – bei Dieselfahrzeugen stärker als bei Benzinern. ## BEV kommen auf dem Gebrauchtwagenmarkt an Noch ist der Anteil gebrauchter Elektroautos überschaubar. Nur fünf Prozent der Besitzumschreibungen seit Jahresbeginn entfielen auf BEV. Gleichzeitig zeigt sich Bewegung: Die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos nimmt zu, während die Zahl der verfügbaren Fahrzeuge mit dem wachsenden BEV-Neuwagenbestand weiter steigt. Wie stark sich der Markt aktuell verändert, zeigt der Blick auf die privaten Käufe. Während 2025 und bis Mai 2026 Monat für Monat mehr gebrauchte als neue BEV von Privatpersonen erworben wurden, hat sich das Verhältnis seit Mai gedreht. Im Juni erreichten die privaten BEV-Neuzulassungen mit mehr als 44.000 Einheiten ihren bisherigen Höchststand. Für die ersten acht Monate 2026 weist die DAT bei den privaten BEV-Neuzulassungen ein Plus von 59 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Auch die Käuferstruktur hat sich verändert. Während BEV-Neuzulassungen zu Jahresbeginn noch überwiegend gewerblich erfolgten, lag der private Anteil im Mai, Juni und August jeweils über 50 Prozent. Im Juni waren es 53 Prozent. Die DAT verweist unter anderem auf die E-Prämie der Bundesregierung und den Rückgang gewerblicher Firmenzulassungen. ## Kleine E-Autos verkaufen sich schneller Bei den Standzeiten zeigt sich ein weiterer Unterschied. BEV-Gebrauchtwagen konnten nach Angaben der DAT in den vergangenen zwei Monaten im Durchschnitt schneller verkauft werden als Verbrenner. Allerdings gilt das nicht für alle Elektrofahrzeuge gleichermaßen: Kleine BEV im Preisbereich zwischen 20.000 und 25.000 Euro wurden deutlich schneller verkauft als hochpreisige Pkw größerer Segmente. Die Entwicklung sollte allerdings mit Blick auf die Stückzahlen eingeordnet werden: 81 Prozent aller Besitzumschreibungen entfallen weiterhin auf klassische Verbrenner. Die BEV-Zahlen sind im Gebrauchtwagenmarkt deshalb noch vergleichsweise klein. ## Abstand bei Restwerten wird kleiner Auch bei den Fahrzeugwerten verschiebt sich das Verhältnis. Dreijährige Verbrenner erzielen derzeit rund 58 Prozent ihres ehemaligen Listenneupreises. Vor Corona waren es etwa 52 Prozent. Dreijährige BEV liegen inzwischen in einer ähnlichen Größenordnung und konnten ihre Restwerte zuletzt den vierten Monat in Folge leicht steigern. Der Abstand zwischen Verbrennern und BEV hat sich laut DAT von durchschnittlich zehn auf gut sechs Prozentpunkte verringert.
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