2026-09-16T10:39:55+0000

Automechanika 2026: Mehr Besucher, neue Formate und volle Hallen

Fünf Messetage, 4.400 Aussteller und mehr als 112.000 Fachbesucher aus 173 Ländern: Die Automechanika Frankfurt 2026 ist am vergangenen Samstag mit einem Besucherplus zu Ende gegangen. Ein Zuwachs, der laut Messe vor allem auf den deutschen Markt zurückzuführen ist: rund 34 Prozent des Messepublikums kam aus dem Inland und damit 18,5 Prozent mehr als 2024, 66 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an. „Damit unterstreicht die internationale B2B-Leitmesse ihre Relevanz für die gesamte Wertschöpfungskette des Automotive Aftermarkets“, betont Detlef Braun, Geschäftsführer der Messe Frankfurt GmbH. ## Erfolgreiche Premiere für neue Formate Mit neuen Formaten hat die Messe ihr Angebot in diesem Jahr noch einmal deutlich erweitert. Mit HighTech4Mobility rückten softwaredefinierte Fahrzeuge, Fahrzeugdaten und vernetzte Systeme stärker in den Mittelpunkt und bildeten in der Festhalle erstmals einen eigenen thematischen Schwerpunkt. In diesem Rahmen trafen Softwareunternehmen, Start-ups sowie Vertreter aus Werkstatt, Handel und Industrie aufeinander, um über Fahrzeugdaten, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und die Geschäftsmodelle des Aftermarkets zu diskutieren. Zwar nicht neu, aber deutlich größer präsentierte sich in diesem Jahr auch das AMBITION-Format, das ebenfalls in der Festhalle verortet war. Über 4.600 Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende erhielten Einblicke in Ausbildungsberufe im Kfz-Handwerk und konnten interaktiv die vielfältigen Berufsmöglichkeiten der Automobilbranche entdecken. Auch abseits der Messehallen wurde das Programm in diesem Jahr deutlich erweitert. Im neuen Experience Park vor den Hallen 9 und 11 standen Offroad-Fahrzeuge, ein Unimog, Mitmach-Challenges und ein Überschlagsimulator im Mittelpunkt. Motorsport rückte dagegen in der neuen Automechanika Pit Lane unter den Arkaden der Halle 4 in den Fokus: Auf 200 Metern trafen Rennfahrzeuge und Motorsportgrößen auf die Fachbesucher, die Rennwagen nicht nur aus nächster Nähe erleben, sondern bei Motorstarts und Demonstrationsfahrten auch einen direkten Eindruck vom Renngeschehen bekommen konnten. Direkt daneben setzte der Future Mobility Park seinen Schwerpunkt auf zukunftsorientierte Mobilität. Vier der insgesamt neun teilnehmenden Hochschulen zeigten dort selbst entwickelte Fahrzeuge mit alternativen Antrieben und gaben damit auch Einblicke in die Arbeit der nächsten Generation von Fahrzeugentwicklern. ## Halle 11: K&L-Branche im Mittelpunkt Für Karosserie- und Lackierbetriebe war die Halle 11 auch in diesem Jahr einer der wichtigsten Anlaufpunkte auf der Automechanika. Lackhersteller, Werkstattausrüster, Daten- und Diagnoseanbieter sowie zahlreiche weitere Branchendienstleister zeigten dort neue Produkte und Prozesse. Gleichzeitig sorgten Workshops, Live-
Demonstrationen und die Academy-Bühne dafür, dass es nicht nur ums Anschauen, sondern vielfach auch um konkrete Anwendungen und den fachlichen Austausch ging. Ein neuer Schwerpunkt lag in diesem Jahr auf dem Geschäft mit Young- und Oldtimern. [Die Classic Car Alliance brachte Werkstätten, Teileanbieter, Dienstleister und weitere Akteure rund um historische Fahrzeuge auf dem Classic Car Areal in Halle 11.1 zusammen.](https://schaden.news/de/article/link/45205/classic-car-alliance-auf-der-automechanika) DAT, Eucon und weitere Partner zeigten dort unter anderem Lösungen für Schadenkalkulation, Teileversorgung und Restaurierung. Vor allem der persönliche Austausch stand im Mittelpunkt – und der war während der Messetage entsprechend rege. Einen Höhepunkt markierte zudem der Schadentalk am Freitag. Die rund zweistündige Diskussionsrunde war mit mehreren hundert Zuhörenden die am besten besuchte Live-Veranstaltung und gab zahlreiche Impulse für den Unfallreparaturmarkt. ## Aussteller-Bilanz: „Erstklassige Plattform“ Wie die Messe aus Sicht einzelner Aussteller gelaufen ist, zeigen die abschließenden Stimmen aus Halle 11. DAT-Geschäftsführer Jens Nietzschmann zog ein positives Fazit: „Es war eine erfolgreiche Automechanika, die Mut macht in den herausfordernden Zeiten, in denen sich die gesamte Branche befindet.“ Das unterstreicht auch Edith Pisching, Direktorin der Zukunftswerkstatt 4.0, die gemeinsam mit 30 Mitaustellenden ebenfalls in Halle 11.0 positioniert war. „Wir alle haben die Veranstaltung als hochengagierten, innovationsgetriebenen Marktplatz wahrgenommen, auf dem der Transformationswille der Branche deutlich spürbar war. Besonders im Vergleich zur Automechanika 2024 verzeichneten wir und unsere Partner auf dem Gemeinschaftsstand eine spürbare Qualitätssteigerung durch noch tiefgründigere Fachgespräche und konkretes Interesse an praxistauglichen Technologien. Für die gesamte Ausstellergemeinschaft der Zukunftswerkstatt 4.0 war die Messe somit eine erstklassige Plattform, um wertvolle Impulse zu setzen und zukunftsweisende Kooperationen erfolgreich zu vertiefen“, so Edith Pisching. „Die Automechanika 2026 war für uns ein echtes Highlight“, resümiert auch Tina Allhoff, Marketingleiterin Deutschland bei Survenits. Für den Lackhersteller war die Messe zugleich ein besonderer Termin: Das Unternehmen trat nach der Umbenennung erstmals unter dem neuen Namen auf und präsentierte u.a. die [neue Funktion Light Assist innerhalb der digitalen Farbtonfindung](https://schaden.news/de/article/link/45212/glasurit-automechanika-light-assist). Am Stand herrschte über alle Messetage hinweg reger Betrieb.
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