2026-07-22T08:16:41+0000

Mehr Mut, Allianz!

Einmal mehr treibt die Allianz Versicherung die Kostensenkung in der Unfallschadenreparatur voran. In einer aktuellen Meldung der Deutschen Presse Agentur, über die viele Medien wie das Handelsblatt in dieser Woche berichten, geht es diesmal um die Instandsetzung von Scheinwerfern.  Der Vorstandsvorsitzende Frank Sommerfeld kritisiert darin zu Recht, dass die strengen gesetzlichen Vorgaben in Deutschland dafür sorgen, dass die Reparaturkosten durch den Austausch immer teurerer Ersatzteile wie Matrix-Frontbeleuchtung in nicht mehr akzeptable Höhen schießen. „In Deutschland werden alljährlich etwa 870.000 Scheinwerfer ausgetauscht“, heißt es in einer Schätzung des Allianz Zentrums für Technik. „Je nach Marke und Modell kann ein einzelner Scheinwerfer mittlerweile viele tausend Euro kosten. Der Durchschnittspreis ist nach Berechnung des Versicherers von 708 Euro im Jahr 2015 auf 1.251 Euro im vergangenen Jahr gestiegen.“  Über mehr Details zur Einschätzung des AZT berichten wir heute ausführlich.  Doch der Protest allein reicht nicht mehr. Mehr Mut, Allianz! Die Münchener müsste jetzt endlich selbst einen Schritt weitergehen. Es ist längst an der Zeit, die Verbraucherinnen und Verbraucher mit einer speziellen grünen Kfz-Police davon zu überzeugen, dass die Unfallschadenreparatur mit gebrauchten OE-Teilen nicht nur nachhaltiger ist, sondern auch die Schadenkosten und damit den Versicherungsbeitrag senkt. Das wäre ein echtes Signal. Nun gehört aber gerade die Allianz zu den Kfz-Versicherern, die auch die fiktive Abrechnung mit aller Macht vorantreiben, um ihre eigenen Schadenkosten zu reduzieren, die sie eben nicht an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergeben. Solange das so ist, bleibt die Kritik an widersinnigen gesetzlichen Reparaturvorgaben zwar berechtigt, ist aber wenig glaubhaft. Inwiefern künftig Veränderungen im Schadenmarkt bei diesen und anderen Themen zu erwarten sind, diskutieren wir am 11. September beim Schadentalk während der Automechanika ab 14:30 Uhr in der Halle 11.1. in Frankfurt. Auf der Bühne steht dann auch der Verein „Nachhaltige Kfz-Reparatur“, der während der Automechanika seinen neuen Werkstattstandard Zyrcle vorstellen wird. Es bleibt also spannend!