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2026-07-22T08:14:12+0000

ION-7: „Wir verändern nichts am Lackierprozess, wir machen ihn nur sicherer“

_Innovationsschub im Lackierbetrieb: Pünktlich zur Jahresmitte 2026 sorgte die BAFA-Förderfähigkeit des ION-7 von Kamatec für Gesprächsstoff im Markt. Im exklusiven Interview erklärt Geschäftsführer Bastian Schnitzhofer, wie das Lackieren mit Stickstoff dem Kostendruck der K&L-Betriebe entgegen wirken soll, warum die bürokratische Hürde für Betriebe nun entfällt und wie Lackierer in der Praxis von verkürzten Finish-Zeiten profitieren. _ __Wo steht Kamatec nach gut der Hälfte des Jahres 2026? __ __Bastian Schnitzhofer:__ Wir blicken auf ein enorm dynamisches erstes Halbjahr zurück. Hinter den Kulissen haben wir intensiv an der staatlichen Förderung unserer Technologie gearbeitet. Nun stehen wir an einem echten Meilenstein: Die Testläufe sind abgeschlossen, die ersten Anträge wurden von der BAFA offiziell genehmigt und die Zuwendungsbescheide liegen vor. __Wie wird das Angebot der BAFA-Förderung seitens der Betriebe angenommen? __ __Bastian Schnitzhofer:__ Die Nachfrage zieht sprunghaft an, weil das Angebot für nahezu jede Werkstatt greift. Kleinere Betriebe unter 50 Mitarbeitern erhalten stolze 45 Prozent gefördert. Es gibt keine Hürden, selbst frisch gegründete Unternehmen sind berechtigt. Weiterer Mehrwert für die Werkstätten: Wir nehmen ihnen die komplette Bürokratie ab. Denn wir erfassen die Stammdaten, übernehmen die Antragstellung und wickeln nach der Installation den Zahlungsnachweis ab. Über ein integriertes Datenmodul im ION-7 lesen wir einmal im Jahr die gesetzlich geforderten Einsparungen vollautomatisch aus und laden sie ins Portal hoch. Der Betrieb hat damit null Zusatzaufwand. __Ihr seid viel im Markt unterwegs. Vor welchen Herausforderungen stehen die Werkstätten aktuell? __ Bastian Schnitzhofer: Die Kostenstrukturen bei Material und Energie werden immer anspruchsvoller. Gleichzeitig verknappt sich die Steuerung von Schäden durch Autohäuser und Versicherer, und der Druck im Markt wächst. Werkstätten müssen heute schlichtweg hocheffizient arbeiten, um profitabel zu bleiben. Genau hier setzen wir an, indem wir unterstützen, Ineffizienz zu vermeiden. __Wie kann der ION-7 dazu beitragen, effizienter zu lackieren? __ __Bastian Schnitzhofer: __Durch die permanente Neutralisierung der elektrostatischen Ladung wird das Anziehen von Staubpartikeln auf dem Bauteil effektiv verhindert. Weniger Staub bedeutet sofort weniger Finish-Aufwand. Zudem sorgt die optimierte Oberflächenspannung für ein perfektes Ausströmverhalten des Lacks, was sich in spürbaren Materialeinsparungen von mindestens 15 Prozent beim Basis- und Klarlack bemerkbar macht. Auch die Ablüftzeiten verkürzen sich, was wiederum direkt Energie in der Kabine einspart. __Blicken wir kurz auf die Technologie: Was habt ihr hinsichtlich der Austrittsgeschwindigkeit und dem Druck verändert, damit der ION-7 wie gewünscht funktioniert? __ __Bastian Schnitzhofer:__ Das ist das Spannende, denn im Grunde verändern wir gar nichts! Technisch gesehen gehen wir mit dem Arbeitsdruck an der Pistole um etwa 20 Prozent nach unten. Das tun wir aber nur, um die Strömungsgeschwindigkeit des Farbmoleküls zum Werkstück exakt so beizubehalten, wie es das technische Datenblatt des Lackherstellers vorgibt. Durch den Einsatz von Stickstoff verhindern wir turbulente Luftwirbel. Die Austrittsgeschwindigkeit bleibt also absolut gleich, wodurch im Labor namhafter Lackhersteller nachgewiesen wurde, dass keinerlei Farbtonabweichungen entstehen. __Wie kommt der ION-7 in der Praxis bei den Lackierern an? __ __Bastian Schnitzhofer:__ Hervorragend, vor allem bei schwierigen Effekttönen wie anspruchsvollen Metallic-Silber-Nuancen. Da die Applikation durch die feine Zerstäubung wesentlich harmonischer verläuft, tun sich auch weniger erfahrene Lackierer bei der Wolkenbildung deutlich leichter. Der Klarlack legt sich nachweislich glatter. Wir bieten interessierten Betrieben übrigens eine kostenlose, zweitägige Live-Vorführung direkt vor Ort an. Ein Techniker begleitet den Alltag, führt Protokoll und bereits nach eineinhalb Tagen zeigen die gesammelten Daten dem Geschäftsführer schwarz auf weiß, wie schnell sich das System amortisiert. __Vielen Dank für unser Interview!__