2026-05-28T03:00:00+0000

Glasurit startet Pilotphase für SATA-Lackierroboter im Boya Autozentrum

Die Automatisierung der Lackierprozesse wird längst nicht mehr nur in der Theorie diskutiert, sondern inzwischen auch verstärkt in der Praxis getestet. Nun hat auch der Lackierpistolenhersteller SATA einen Lackierroboter entwickelt. Der sogenannte jetstream basiert technisch auf dem T1000 von CurveRobot und ist ab sofort im Boya Autozentrum in Hannover – ein Betrieb der Aribos Group – im Einsatz. Dort startete in dieser Woche eine Pilotphase, die von der Reparaturlackmarke Glasurit koordiniert und begleitet wird. ## Pilotprojekt mit klaren Zielen Im Fokus der Testphase stehen dabei die Integration in bestehende Lackierprozesse, die Qualität der Oberflächen sowie die Effizienz der Applikation. Nach Angaben der Projektpartner soll die Pilotphase Erkenntnisse darüber liefern, wie sich robotergestützte Anwendungen künftig wirtschaftlich und prozesssicher in den Werkstattalltag integrieren lassen. Im Rahmen des Pilotprojekts übernimmt Glasurit vor allem die Abstimmung des Roboters auf bestehende Lackmaterialien und Prozesse. Dazu zählen speziell entwickelte Lackierprogramme für die Reihe 100 sowie die Bewertung von Lackeigenschaften und Oberflächenqualität. „Da die genaue Abstimmung der Applikationsbahnen für ein perfektes Lackierergebnis essenziell ist, hat Glasurit als erster Lackhersteller für den jetstream und die Reihe 100 abgestimmte Lackierprogramme entwickelt“, erklärt David Rau, Projektleiter Automatisierung bei SATA. BASF Coatings sieht die Entwicklung als Teil eines größeren Transformationsprozesses in den Werkstätten. Alexander Bru, Regional Business Manager DACH Automotive Refinish Coatings, betont: „Automatisierung ist ein wichtiger Baustein, um Betriebe angesichts steigender Anforderungen, Effizienzdruck und Fachkräftemangel zu unterstützen.“ ## Aribos will Erfahrungen für Werkstattnetzwerk nutzen Für die Aribos Group steht neben der technischen Erprobung vor allem der Wissenstransfer innerhalb des eigenen Werkstattnetzwerks im Mittelpunkt. Tobias Brefeld, CEO der Aribos Group, erklärt: „Automatisierungslösungen werden in der Zukunft immer wichtiger in unserer Industrie. In der Aribos-Gruppe haben wir den klaren Anspruch, maximal schnell zu lernen, um den Betrieben in unserem Werkstatt-Netzwerk auch hier einen Mehrwert zu bieten.“ Ob sich robotergestützte Lackierprozesse kurzfristig im breiten Markt etablieren, ist derzeit noch offen. Mit Pilotprojekten wie in Hannover steigt jedoch der Druck auf Hersteller, Ausrüster und Betriebe, sich frühzeitig mit den technischen und wirtschaftlichen Möglichkeiten automatisierter Lackierprozesse auseinanderzusetzen.
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