2026-06-03T10:01:17+0000

Glasurit erweitert Nass-in-nass-Füllersystem durch neuen Härter

Mit Blick auf den Sommer ergänzt der Lackhersteller Glasurit sein Nass-in-nass-Füller-Portfolio um einen neuen Härter. Denn bei großer Hitze zieht der schnelltrocknende Füller deutlich schneller an – vor allem bei großflächigen Bauteilen. Der neue lange Härter (ProClass P-H-255) soll Fachkräften mehr Zeit bei der Verarbeitung verschaffen und gleichzeitig das Risiko von Overspray reduzieren. Im Video-Interview im Refinish Competence Center in Münster zog David Baumeister, Technischer Leiter bei Glasurit, zudem eine erste Zwischenbilanz rund sechs Monate nach Marktstart der neuen Nass-in-nass-Füller ProClass P-U-403 weiß und P-U-409 schwarz. Das Feedback aus den Betrieben falle bislang „sehr, sehr positiv“ aus. Besonders häufig würden Anwender die hohe Deckkraft sowie die kurzen Ablüftzeiten hervorheben, betont David Baumeister im Gespräch mit schaden.news. ## Fokus auf effiziente Abläufe bei Neuteilen Nach Angaben von Glasurit eignet sich das System insbesondere für Betriebe, die einen hohen Anteil an Neuteilen haben. Der Vorteil liegt vor allem im vereinfachten Prozessablauf: Stimmen Qualität und Zustand der KTL-Beschichtung oder Kunststoffgrundierung, könnten Fachkräfte auf zusätzliche Schleifarbeiten verzichten. Die Teile müssen lediglich gereinigt werden, bevor der Nass-in-nass-Füller appliziert wird. „Man hat keine großen Rangierarbeiten, weil man zwischendrin nicht schleifen muss. Einmal nass-in-nass appliziert, fünf Minuten ablüften bei 20 Grad und dann kann ich schon weiter machen mit Basis- und Klarlack“, erklärt David Baumeister den Ablauf. ## Neuer Härter für hohe Temperaturen Mit Blick auf die bevorstehenden Sommermonate ergänzt Glasurit das Portfolio nun um einen langen Härter. Dieser soll vor allem bei Temperaturen von über 30 Grad mehr Prozesssicherheit schaffen. Denn je höher die Temperatur, desto schneller reagiert das Material. „Irgendwann kommt man an so eine Grenze, wo sich Spritznebel auf der Oberfläche ablegen könnte“, erklärt David Baumeister. Besonders bei großen Seitenteilen oder umfangreichen Bauteilen sei deshalb ein längerer Härter sinnvoll, um ausreichend Verarbeitungszeit zu schaffen. Die Portfolioerweiterung komme daher „passend zum Sommer“, betont der Technische Leiter.