2026-03-04T10:00:59+0000

Praxis, Perspektiven, persönlicher Austausch: „Dritter Farbzirkel war ein voller Erfolg“

Ob Fahrzeuglackiererinnen, Karosseriebauerinnen, Gutachterinnen, Auszubildende, Mitarbeiterinnen aus der Annahme oder dem Außendienst: Über 20 Frauen aus der Unfallreparaturbranche trafen sich vergangene Woche (26./27. Februar) beim Farbzirkel in Berlin. Das speziell für Frauen ins Leben gerufene Netzwerk von Glasurit bot den Teilnehmerinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Chance zum persönlichen und fachlichen Austausch und war vor allem durch eines geprägt: viel Herzlichkeit. ## „Der Farbzirkel ist unser Jahres-Highlight“ Die nunmehr dritte Ausgabe des Netzwerktreffens zog sowohl „Wiederholungstäterinnen“ als auch neue Teilnehmerinnen aus der DACH-Region an. Michaela Unger-Stehmeier und Sonja Meyerdierks vom ColorMotion-Betrieb Rohenkohl-Design aus Bremen betonten: „Wir sind das zweite Mal dabei und der Farbzirkel ist unser Jahres-Highlight. Das Format im Allgemeinen und der Austausch mit so vielen unterschiedlichen Frauen im Speziellen ist einfach toll.“ Vom Karosserie- und Lackierfachbetrieb Schubert aus Coburg, ebenfalls Mitglied im ColorMotion-Netzwerk, waren sogar gleich fünf Mitarbeiterinnen in Berlin vor Ort. Die Kfz-Sachverständige und Fahrzeuglackierermeisterin Ulrike von Müller hat hingegen zum ersten Mal an einem Farbzirkel teilgenommen, zeigte sich jedoch nicht weniger begeistert. ## Kommunikation ist in erster Linie eine Frage der Haltung Der erste Veranstaltungstag stand dabei ganz im Zeichen der „Kommunikation auf Augenhöhe“. In einem circa 3-stündigen Vortrag erläuterte die Sprechwissenschaftlerin und Referentin Cornelia Beckmann, wie die Kommunikation im Betrieb generationsübergreifend funktionieren kann und gab den Teilnehmerinnen dabei viele alltagstaugliche Tipps mit an die Hand. Die wohl wichtigste Erkenntnis des Tages: nicht ausschließlich der Inhalt entscheidet, wie und ob das Gesagte beim Gegenüber ankommt, sondern vor allem nonverbale Aspekte wie Körperhaltung, Mimik und Gestik. Selbstbewusstes Auftreten oder ein souveräner Gang sowie eine offene Körperhaltung sind entscheidend – gerade im nach wie vor männlich dominierten Werkstattalltag. Zudem gab Cornelia Beckmann interessante Einblicke in die generationsspezifischen Besonderheiten. So zeichnet sich die Generation X – Geburtenjahrgänge von 1965 bis 1980 – beispielsweise durch Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber aus, bevorzugt traditionelle Arbeitszeiten und benötigt seltener Feedback zur Arbeitsleistung. Die jetzt in den Arbeitsmarkt drängende Generation Z – geboren zwischen 1995 und 2010 – liebt
hingegen die Flexibilität, legt einen großen Fokus auf Unternehmenswerte wie Soziale Gerechtigkeit, Diversität oder Nachhaltigkeit und braucht regelmäßiges Feedback von Vorgesetzten. Weiterhin lernten die Teilnehmerinnen, wie auch vermeintlich negatives Feedback zielführend angesprochen werden kann und warum klare, individuelle Anweisungen hilfreicher sind als pauschale Bitten. ## Praxisnaher Austausch bei M-Color Am Freitag stand abschließend der Besuch des Berliner Full-Service-Betriebes M-Color auf dem Programm. Passend zum Vortages-Programm gab Geschäftsführerin Jennifer Almarales-Guerra dabei nicht nur Einblicke in die Prozessabläufe, sondern auch in ihre Form der Unternehmensführung und Kommunikation. Unter anderem legt die Unternehmerin einen großen Fokus auf ein wertschätzendes Miteinander. Darüber hinaus ist der Betrieb bewusst nachhaltig ausgerichtet, mit klarem Fokus auf die Instandsetzung von Elektrofahrzeugen. Die Teilnehmerinnen nutzten die rund 2-stündige Betriebsführung dazu, konkrete Fragen – z.B. zu Ausstattung oder einzelnen Prozessschritten – zu stellen und nahmen auch die ein oder andere Anregung für ihre Betriebe mit in die Heimat. ## Netzwerken stand an oberster Stelle Rund um die fachlichen Programmpunkte stand aber auch beim dritten Farbzirkel der Netzwerkgedanke an oberster Stelle. Ob beim Stadtbummel, dem gemeinsamen Besuch im Escape-Room oder beim abendlichen Ausklang in einem Berliner Restaurant – die Veranstalterinnen haben bewusst viel Raum für den Austausch untereinander geschaffen. Mit Erfolg: Denn schon am Abend des ersten Veranstaltungstages äußerten die Teilnehmerinnen den Wunsch, auch künftig in Kontakt zu bleiben, wie Mit-Initiatorin Tina Allhoff gegenüber schaden.news berichtet. Im Ergebnis entstand eine WhatsApp-Gruppe über die die Frauen künftig auch alltägliche Fragen oder Anregungen teilen und besprechen werden. ## Durchweg positive Resonanz und Wunsch nach regelmäßigem Kontakt Doch nicht nur die Teilnehmerinnen genossen die zwei Veranstaltungstage, auch die Veranstalterinnen von Glasurit betonten gegenüber schaden.news: „Wir sind rundum zufrieden mit dem dritten Farbzirkel. Das Feedback der Teilnehmerinnen war durchweg positiv. Mit dem Vortrag von Cornelia Beckmann und dem Betriebsbesuch bei M-Color haben wir ein gutes Rahmenprogramm geschaffen, dass genug Platz für den persönlichen Austausch gelassen hat. Wir freuen uns schon jetzt auf das Netzwerktreffen im nächsten Jahr“, betont Tina Allhoff, Marketingleitung Deutschland, Österreich und Schweiz, abschließend.
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