2026-02-04T09:16:42+0000

Prozessoptimierung bei Träume in Lack: „Nichts ist schlimmer als Schleifarbeiten“

Prozessoptimierung ist für Dirk Zimmer kein Einzelprojekt, sondern fester Bestandteil seiner Unternehmensstrategie. Der Inhaber und Geschäftsführer des Karosserie- und Lackierbetriebs Träume in Lack investiert seit Jahren gezielt in Technik und Systeme, die Abläufe strukturieren, Mitarbeiter entlasten und Durchlaufzeiten verkürzen. In dieses Bild fügt sich auch die Anschaffung der Mattierungsanlage SmartBoxBlower von Werkstattausrüster CARTEC Autotechnik Fuchs ein, die seit Mitte 2025 am Standort Senftenberg im Einsatz ist. ## Kontinuierliches Wachstum Träume in Lack ist heute an zwei Standorten aktiv. Der Hauptbetrieb im sächsischen Hoyerswerda besteht seit 1991, 2019 kam mit dem Standort Senftenberg in Brandenburg ein zweiter Betrieb hinzu. Die Expansion war strategisch motiviert. „Wir mussten uns vergrößern in Richtung Karosseriebau und stärker in den Brandenburger Raum gehen“, erläutert Geschäftsführer Dirk Zimmer. Seit der Übernahme hat sich der Standort Senftenberg kontinuierlich entwickelt. Die Mitarbeiterzahl stieg von ursprünglich neun auf heute 19 Beschäftigte. Auch die Kundenstruktur unterscheidet sich regional: Während der Privatkundenanteil in Sachsen kaum eine Rolle spielt, liegt er in Brandenburg bei rund 30 Prozent. Wichtigster Auftraggeber an beiden Standorten bleibt die Versicherungswirtschaft. ## Gezielte Entlastung für Mitarbeitende Mit zunehmendem Auftragsvolumen rückte die Vorbereitung als Engpass stärker in den Fokus. Gerade das manuelle Anschleifen von Alt- und Neuteilen zählt zu den zeitintensiven und körperlich belastenden Tätigkeiten. „Nichts ist schlimmer als Schleifarbeiten“, betont Dirk Zimmer, der selbst aus der Praxis kommt, im Videointerview. Der SmartBoxBlower sollte hier gezielt ansetzen. „Ich habe das Gerät 2024 auf der Automechanika in Frankfurt gesehen und sofort gedacht: Das wäre was für mein Unternehmen.“ Nach einer Praxisvorführung fiel die Entscheidung – nicht zuletzt mit Blick auf die wachsenden Anforderungen in der Fahrzeugvorbereitung. Die Befürchtungen des Unternehmers, die Technologie würde von der Belegschaft womöglich nicht angenommen werden, waren unbegründet. „Im Gegenteil: Alle reißen sich darum, damit zu arbeiten“, resümiert er im Videointerview. ## Gebündelte Mattierung statt Einzelteil-Bearbeitung Mit der Einführung des SmartBoxBlowers wurden auch die Prozesse in der Teilevorbereitung neu organisiert. Statt Bauteile fahrzeugbezogen zu schleifen, setzt Träume in Lack heute auf gebündelte Arbeitsgänge. Stoßstangen und Co. werden gesammelt, nacheinander mattiert und anschließend wieder in die Teilewagen eingeordnet. Selbst Neuteile aus dem Stammbetrieb in Hoyerswerda werden per Tagestransport nach Senftenberg verbracht, dort mattiert und noch am selben Tag zurückgeführt. ## Zeitgewinn bei steigender Bauteilkomplexität Der neu strukturierte Ablauf hat zudem auch unmittelbaren Einfluss auf die Prozesszeiten. Zwar ließe sich pauschal nicht beziffern, wie viel Zeit durch die
Mattierungsanlage eingespart werde, da der Aufwand stark vom jeweiligen Teil abhänge. Dennoch zeigt sich der Effekt laut dem Betriebsinhaber deutlich: „Bei einer Neuteilstoßstange mit vielen Waben hat ein Mitarbeiter früher – wenn er gut war – rund 20 Minuten gebraucht. Mit dem SmartBoxBlower sind es maximal fünf.“ Gerade bei modernen Fahrzeugen mit geschlossenen oder stark strukturierten Frontpartien sieht Dirk Zimmer klare Vorteile. „Die Fahrzeuge werden immer komplexer. Man kommt bei vielen neuen Fahrzeugen gar nicht mehr richtig rein, um zu schleifen“, so der Geschäftsführer. ## SmartBoxBlower als ein Baustein eines Gesamtkonzepts Der SmartBoxBlower steht in Senftenberg aber nicht für sich allein. Träume in Lack setzt in beiden Betrieben unter anderem auf die Lackmarke Sikkens von Lackhersteller AkzoNobel, das cloudbasierte Werkstattplanungs-Tool Carbeat, die automatische Mischanlage ColorMatchic sowie das neue Wasserbasislack-System Autowave Optima. Diese konsequente Investition in effiziente Prozesse zeigt Wirkung – sowohl auftragstechnisch als auch wirtschaftlich. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen und mit Blick auf die konstant hohe Auslastung betont Dirk Zimmer abschließend: „Sollte die Entwicklung so weitergehen, können wir damit rechnen, dass wir in Hoyerswerda auch noch einen SmartBoxBlower installieren.“ Denn für den K&L-Unternehmer ist klar: Nur wer Prozesse kontinuierlich hinterfragt und optimiert, kann Wachstum und Stabilität dauerhaft miteinander verbinden.