2023-07-12T10:37:58+0000

Agieren statt reagieren

Hagel, Starkregen, Sturmböen – Experten prognostizieren bereits seit einigen Jahren, dass sich Extremwettereignisse auch hierzulande häufen werden. So zuletzt auch in Nordhessen, wo Ende Juni Sturmtief „Lampert“ vor allem in der Region rund um Kassel für enorme Schäden sorgte. Teils golfballgroße Hagelkörner zerstörten Scheiben und die Karosserien tausender Fahrzeuge. Sowohl Kfz-Versicherer als auch Werkstätten werden nach derartigen Ereignissen daran gemessen, wie schnell und auch unkompliziert die Instandsetzung der Schäden erfolgt. Im aktuellen Fall hat die HUK-Coburg bereits wenige Tage später ein Hagelschadenzentrum auf der Messe Kassel eingerichtet. [Wie die Abläufe koordiniert werden und mit welchen Schadenbildern die Experten vor Ort zu tun haben, darüber berichten wir in der heutigen Newsletter-Ausgabe.](https://schaden.news/de/article/link/43545/hagelschadenzentrum-huk-coburg-kassel) Aber auch Werkstattnetzwerke und -gruppen sind immer mehr gefordert, professionelle Strukturen zu schaffen, um kurzfristig reagieren zu können – und sich so letztlich auch als Partner für Versicherungsunternehmen zu positionieren. So hat junited AUTOGLAS beispielsweise bereits vor zwei Jahren eine Task Force für Hagelschäden eingerichtet, die im Bedarfsfall sofort tätig wird und deutschlandweit die Glasreparatur koordiniert. Für freie K&L-Betriebe ist es – nicht zuletzt aufgrund der aktuell hohen Vorlaufzeiten – vermutlich deutlich schwieriger, kurzfristig Kapazitäten für plötzliche Unwetterschäden zu schaffen. Klar ist jedoch auch, dass die schnelle Reaktion hier auch ein wichtiges Element zur Kundenbindung sein kann.
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