2018-03-21T14:52:21+0000
# 2017: Bitteres Aus für 31 Autolackierereien! Im zurückliegenden Jahr gab es gegenüber 2016 über ein Drittel mehr Insolvenzen bei Autolackierereien. Während 2017 gleich 31 reine Kfz-Lackierwerkstätten Zahlungsunfähigkeit anmelden mussten, waren im Jahr zuvor lediglich 23 Betriebe dieser Art Pleite gegangen. ## 15 Prozent mehr Insolvenzen in gesamter Unfallreparaturbranche Auch im Kfz-Reparatur- und Servicebereich insgesamt hat die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2017 deutlich, nämlich um 15,0 Prozent und damit rund ein Sechstel zugenommen. 226 Pleiten im Jahr davor standen 2017 nunmehr schon 260 Fälle von Zahlungsunfähigkeit gegenüber. [Dieser Negativtrend hatte sich bereits über das ganze Jahr 2017](http://colornews.de/markt/marktzahlen/insolvenzen-erstes-halbjahr-januar-bis-juni-2017-lackierereien-unfallreparaturbranche-pleite-statistik/) abgezeichnet und wurde auch noch einmal durch die Zahlen für Dezember 2017 bestätigt. Im letzten Monat des Vorjahres mussten 9,1 Prozent mehr Kfz-Werkstattbetriebe Zahlungsunfähigkeit anmelden als im Dezember 2016. ## Es trifft vor allem kleine Betriebe Dabei blieb die Tendenz bestehen, dass die Zahlungsunfähigkeit zuallererst kleine Unternehmen trifft. Von den 260 Insolvenzen im Kfz-Reparatur- und Servicebereich im Jahr 2017 waren insgesamt 531 Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen (Ø = 2,04 pro Insolvenzfall) betroffen. Die voraussichtlichen Gläubigerforderungen beliefen sich insgesamt auf 39,8 Millionen Euro, das heißt durchschnittlich gut 153.000 Euro pro Fall.
## In Gesamtwirtschaft hingegen deutlich positiverer Trend Die Negativentwicklung beim Insolvenzgeschehen in der Unfallreparaturbranche steht dabei im deutlichen Gegensatz zum Trend in der bundesdeutschen Gesamtwirtschaft. Im Jahr 2017 meldeten die deutschen Amtsgerichte branchenübergreifend nämlich 6,6 Prozent weniger Unternehmenspleiten als 2016. Mit 20 093 Fällen sank die Zahl der Unternehmensinsolvenzen damit auf den niedrigsten Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999. Quelle: Destatis, März 2018