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05|26
 

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Werkstatt
„Nur wer Prozesse kontinuierlich hinterfragt und optimiert, kann Wachstum und Stabilität dauerhaft miteinander verbinden.“
Dirk Zimmer
Betriebsinhaber

Man wundert sich

Wechseln wir die Perspektive: Wenn man mit Menschen spricht, die außerhalb unserer Branche unterwegs sind und nichts mit dem Schadenmanagement oder Unfallschadenreparatur zu tun haben, dann schütteln die meistens mit dem Kopf, wenn man ihnen von den aktuellen Entwicklungen in Sachen Kooperationsbetriebe und Innovation Group erzählt.

In den letzten Wochen haben wir uns sehr intensiv mit den Vertragsanpassungen, Gesprächen über Stundensätze, Provisionszahlungen und gesteuertem Reparaturvolumen im Kontext des Stuttgarter Schadensteuerers beschäftigt. Es ist schon erstaunlich, wie hier im Schadenmarkt vorgegangen wird.

Da werden Rabatte gegeben, ohne dafür Volumenzusagen zu bekommen. Es werden Stundensätze von Innovation Group nicht vereinbart, sondern nur bestätigt – ohne Verbindlichkeit. In den mehr als 20 Seiten starken Verträgen stehen immens viele Pflichten für Kooperationsbetriebe, aber kaum Rechte – unterschrieben werden sie trotzdem. Und die neue Tarifstruktur macht alles noch komplizierter. Kein Wunder, dass sich Außenstehende ungläubig die Augen reiben und fragen: Wie kann denn so ein Geschäft überhaupt funktionieren?

Doch es funktioniert. Vielleicht auch deshalb, weil viele Kooperationsbetriebe einfach schlechte Karten haben, so ist zumindest unser Eindruck. Denn über Jahre hinweg ist die Abhängigkeit von der Schadensteuerung immer größer geworden, der Anteil des vermittelten Reparaturvolumens von Innovation Group stieg stetig. Jetzt, wo Innovation Group plötzlich den Stundensatz kräftig drückt, können viele Betriebe gar nicht anders als zähneknirschend zustimmen. Die Frage ist jedoch: Geht die Rechnung auf? Denn das Werkstattnetz von Innovation Group ist in den letzten Jahren ebenfalls stark gewachsen, möglicherweise gibt es künftig weniger zu verteilen?

Und noch eine Frage steht im Raum: Werden künftig mehr Schäden im Basis-Tarif vermittelt, indem schlechtere Konditionen abgesprochen wurden? Dann könnte es für den einen oder anderen Betrieb eng werden, denn dann geht die Mischkalkulation nicht mehr auf.

Erstaunlich bei unserer Recherche war auch, wie viele Kooperationsbetriebe schlichtweg gar nicht ahnen, auf was sie sich einlassen. Es gibt aber auch Partnerwerkstätten, die hart verhandeln, nicht gleich auf das erste Angebot aus Stuttgart eingehen und argumentieren, warum sie bei einer krassen Reduzierung des Stundensatzes nicht mitgehen – und dann eben den Agenturvertrag kündigen.

Innovation Group kommentiert die Lage als zufriedenstellend und beschwichtigt. Einige Kooperationsbetriebe sind aufgebracht, machen schließlich aber doch mit. Am Ende des Tages läuft das Geschäft also trotzdem so weiter – und unsere branchenfremden Freunde werden sich wohl weiter verwundert die Augen reiben.

Mit besten Grüßen aus der Redaktion

Christian Simmert
 

Schadensteuerung

Stress mit Stundensätzen von Innovation Group?

Landauf, landab spüren Kooperationsbetriebe derzeit, was der neue Basis-Tarif von Innovation Group bedeutet. Die Stuttgarter drücken kräftig auf die Stundensätze, im Gegenzug sollen Provisionen sinken und Ersatzmobilität vergütet werden. Doch kann diese Rechnung für Partnerwerkstätten aufgehen?
In vielen Gesprächen mit betroffenen Betrieben hat sich unsere Redaktion ein Bild von der Lage verschafft, eine Stellungnahme von Innovation Group eingeholt und fasst die Erfahrungen im Exklusiv-Beitrag zusammen.
 

Frauen im Handwerk

„Diese Berufswahl war eine der besten Entscheidungen meines Lebens“

Als drittbeste Sächsin schloss Emelie Ludewig vergangenes Jahr ihre Ausbildung bei Fix Auto Dresden Nord ab. Derzeit arbeitet sie auf ein Meisterstipendium hin.
In der schaden.news-Reihe Frauen im Handwerk berichtet sie von ihrer Leidenschaft für ihre Arbeit, ihrem Weg zum Traumjob und ihren Plänen. 
 
 

Schadenrecht

Deutscher Verkehrsgerichtstag empfiehlt Unfallschadenreparatur mit Gebrauchtteilen

Vor fast drei Jahrzehnten stand der Einsatz von gebrauchten Ersatzteilen schon einmal auf der Tagesordnung des Verkehrsgerichtstages. In der vergangenen Woche diskutierten Rechtsanwälte, Richter, Sachverständige, Kfz-Versicherer und weitere Experten erneut in Goslar über das Thema. Der Fach-Arbeitskreis empfiehlt nun, bei der Reparatur von Kasko- und Kfz-Haftpflichtschäden verstärkt gebrauchte Ersatzteile zu verwenden.
Wie der Beschluss genau lautet und unter welchen Bedingungen Gebrauchtteile eingesetzt werden sollen, erfahren Sie in unserem Beitrag. 
 

Gastkommentar Verkehrsgerichtstag

„Nach Goslar bleiben viele Fragen weiter offen“

Für Schadenrechtsexperte und Branchenanwalt Henning Hamann (Kanzlei Voigt) ist die Empfehlung des Verkehrsgerichtstages zur Verwendung von Gebrauchtteilen in der Unfallschadenreparatur keine Überraschung.
In seiner Kommentierung ordnet Henning Hamann die Entscheidung ein, die am Freitag vergangener Woche in Goslar getroffen wurde.
 
 

Personalie

Claimparts holt Branchenkenner Tobias Plester als Geschäftsführer an Bord

Die net.casion-Tochter ClaimParts vermeldet einen Wechsel in der Geschäftsführung. Tobias Plester übernimmt die Leitung des Unternehmens. Er folgt auf Oliver Hallstein, der die Verantwortung aus persönlichen Gründen abgibt.
Erfahren Sie die Details dazu im Beitrag.
 

Solera

„Wir treiben die digitale Transformation voran“

Der Daten- und Softwarespezialist Solera Audatex AUTOonline verstärkt sein Führungsteam. Seit Ende vergangenen Jahres ist Kai Galonska als Key Account Direktor und Mitglied der Geschäftsleitung mit an Bord. Der 48-Jährige wird die Serviceleistungen für verschiedene Kundengruppen koordinieren und bringt viel Erfahrung bei der Organisation von Transformationsprozessen mit.
Welche Ziele Kai Galonska verfolgt und welchen Hintergrund er hat, erfahren Sie in unserem Beitrag.
 
 

Lackmarkt

PPG übernimmt emm

Der Lackmarkt kommt nicht zur Ruhe. Nach den Fusionen von AkzoNobel und Axalta sowie der Mehrheitsübernahme von BASF Coatings durch US-Investor Carlyle gibt nun auch PPG eine Übernahme bekannt. Der Lackhersteller hat zu Jahresbeginn den Werkstattausrüster emm übernommen. Der niederländische Konzern vereint die Marken Colad, Finixa und Hamach unter seinem Dach.
Weitere Details zur Übernahme lesen Sie im Beitrag.
 

Video

Prozessoptimierung bei Träume in Lack: „Nichts ist schlimmer als Schleifarbeiten“

Volle Auftragsbücher, steigende Mitarbeiterzahlen: Der zweite Standort des K&L-Betriebs Träume in Lack im brandenburgischen Senftenberg wächst kontinuierlich. Betriebsinhaber Dirk Zimmer setzt deshalb konsequent auf effiziente Prozesse – und optimierte zuletzt die Lackiervorbereitung.
Im Videointerview mit schaden.news erklärt er, wie der neue SmartBoxBlower von Werkstattausrüster CARTEC Autotechnik Fuchs die Abläufe beschleunigt, Mitarbeiter entlastet und hilft, die hohe Auslastung im Alltag zu beherrschen.
 
 

IRT

Neues Trocknungsgerät – „für mehr Kontrolle und Prozesssicherheit“

Mit dem TCR hat Hersteller IRT by Hedson ein neues Trocknungsgerät vorgestellt. Das Gerät soll K&L-Betriebe bei der gezielten, effizienten und gleichmäßigen Trocknung der Fahrzeuge nach dem Lackieren unterstützen und die Prozesssicherheit erhöhen.
Erfahren Sie hier die Details zum neuen Infrarot-Trockner.
 

IFL-TeMi

Können Betriebe die Kaution auf Neuteile weiterberechnen?

Was ist aus schadenrechtlicher Sicht zu beachten, wenn Fahrzeughersteller Kaution auf Neuteile erheben? Ist es Betrieben möglich, die Kosten an die Versicherer weiterzugeben?
In der aktuellen Technischen Mitteilung hat die IFL zusammengestellt, wie Betriebe in diesem Fall vorgehen sollten.
 
 
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