2026-01-21T09:17:42+0000
Werkstattinsolvenzen Oktober 2025: Gemischtes Bild - trügt die Kurzfrist-Beruhigung bei Pleiten nur?
Nachdem im gleichen Monat des Vorjahres bundesweit 18 Unfallreparaturbetriebe zahlungsunfähig wurden, mussten im Berichtsmonat Oktober 2025 ganze 20 deutsche Kfz-Werkstätten den Gang in die Insolvenz antreten. Das stellt ein leichtes Plus um 11,1 Prozent dar.
## Beruhigung gegenüber dem Vormonat September 2025 mit gleich 28 Werkstattpleiten
Aber: Gegenüber dem unmittelbaren Vormonat, dem September 2025, in dem sage und schreibe 28 deutsche Unfallreparaturbetriebe zahlungsunfähig wurden, hat die Anzahl der Insolvenzen im Oktober 2025 drastisch abgenommen - um satte 28,6 Prozent! Es liegt also ein wahrlich gemischtes Bild vor - wie ist dieses nun zu bewerten?
## Zick-Zack-Trend mit heftigen Ausschlägen
Da schon das ganze Berichtsjahr 2025 mit Blick aufs Insolvenzgeschehen in der Unfallreparaturbranche von einem Zick-Zack-Trend mit heftigen Ausschlägen sowohl nach unten als auch nach oben geprägt ist, bleibt eine verlässliche Zukunftsprognose praktisch unmöglich. Immerhin Anhaltspunkte liefert der branchenübergreifende Blick auf die bundesdeutsche Gesamtwirtschaft - auch dafür, warum man diese einstweilige Beruhigung beim Insolvenzgeschehen in der Branche dennoch für trügerisch halten könnte. Denn für Deutschlands Gesamtwirtschaft, sprich branchenübergreifend betrachtet, meldeten die deutschen Amtsgerichte im Oktober 2025 nach endgültigen Ergebnissen insgesamt 2.108 beantragte Unternehmensinsolvenzen. Das waren 4,8 Prozent mehr als im identischen Vorjahresmonat Oktober 2024.
## Anstieg in Kfz-Werkstattbranche doppelt so hoch wie in Gesamtwirtschaft
Mit anderen Worten: In der Kfz-Werkstattbranche lag der Anstieg der Insolvenzen im Vergleichszeitraum mehr als doppelt so hoch. Demnach gilt weiterhin: Wachsamkeit und die ständige Analyse der eigenen Betriebskennzahlen sowie eigenen Liquidität bleiben dringend geboten!
Quelle: Destatis, Januar 2026
Andreas Löffler